Das Jahr 2017 war für unsere Einrichtung ein ganz besonderes: Bereits seit 100 Jahren haben wir uns zur Aufgabe gemacht, Kinder, Jugendliche und Familien in schwierigen Lebenssituationen zu begleiten.

Doch das hundertjährige Bestehen verwundert: So ging man im Jahr 2007 davon noch aus, dass unsere Osnabrücker Einrichtung im Jahr 1957 entstand. Zehn Jahre später sind jedoch fünfzig weitere Jahre des Bestehens auf Basis historischer Quellen hinzugekommen – Grund genug für eine im ersten Moment „verrückt“ erscheinende Gleichung: 50 + 10 = 100.

Auch Don Bosco, der „Gaukler Gottes“, wurde gerne für „verrückt“ erklärt, als er sich den obdachlosen Kindern in seiner Heimat Turin annahm und ihnen ein Zuhause gab. Mit der Zeit erwies sich sein Handeln als voller Erfolg, so dass immer mehr Häuser auf Basis seiner
Philosophie entstanden: Dort zu helfen, wo Hilfe konkret benötigt wird.

Zu Recht ist er der Namensgeber unserer Einrichtung heute. 100 Jahre Don Bosco Osnabrück – 100 Jahre Erfahrung und Kompetenz, manchmal auch ein wenig „anders“ als andere!

 

100 Jahre Erfahrung und Kompetenz
– Unsere Geschichte

1917 – 1922

1917 – 1922

Umzug der älteren Mädchen und Jungen vom Weisenhaus St. Johann in die Vereinsräume der Osnabrücker Stadthalle als „Notlösung“: Beginn des selbstständigen „Waisenhaus Stadthalle“ mit eigener Oberin. Aufnahme taubstummer Mädchen und Jungen im „Waisenhaus Stadthalle“.

1930

1930

Brand zerstört Säle der Stadthalle. Modernisierung beim Wiederaufbau.

1943 – 1944

Evakuierung wegen des Bombenkriegs von Jungen und Mädchen aus dem „Waisenhaus Stadthalle“ zum Thuiner Mutterhaus. Zerstörung der Stadthalle durch einen alliierten Luftangriff und Umzug der letzten Schwestern und jungen Menschen nach Thuine.

1946 – 1947

1946 – 1947

Umzug der in Thuine untergebrachten jungen Menschen zum Gut Leye in der Nähe Osnabrücks. Staatliche Anerkennung der privaten Heimvolkhochschule des Waisenhauses Gut Leye.

1954 – 1956

1954 – 1956

Grundstückserwerb in einem neuen Baugebiet am Stadtrand Osnabrücks und Beginn der Planungsphase zur Errichtung eines Kinderheims durch den Bischöflichen Stuhl. Baubeginn des neuen Kinderheims.

1957

1957

Einweihung des Don Bosco Kinderheims durch Bischof Wittler.

1963

Erweiterungsbau

1973

Kleinkinder des Don Bosco Kinderheims erstmals im benachbarten Heilig-Geist-Kindergarten.

1975 – 1978

1975 – 1978

Umbau der Wohngruppen und Reduzierung der Größe auf zwölf junge Menschen. Errichtung eines Bungalows für die neue Jugendwohngruppe (Zusammenleben von Mädchen und Jungen).

1980 – 1983

Erstes pädagogisches Konzept. Kündigung einer Gruppenleiterin wegen ihres zu strengen und zu harten Erziehungsstils.

1984 – 1988

1984 – 1988

Einweihung des Pädagogischen Zentrums und Reduzierung der Wohngruppen auf zehn junge Menschen. Erster weltlicher Erziehungsleiter.

1989 – 1995

1989 – 1995

Einrichtung einer Tagesheimgruppe. Aufgabe des „Hagenhofs“ und Ausweitung der mobilen Betreuung. Einrichtung von zwei Außenwohngruppen und Umzug der Jugendwohngruppe in die Stadtmitte.

1996 – 1999

Einzug der Mitarbeiter der Betreuten Wohnformen in Räumlichkeiten in der Stadtmitte. Errichtung einer Inobhutnamegruppe, Fertigstellung eines neuen pädagogischen Konzepts und Umbenennung in Don Bosco Kath. Jugendhilfe. Weitere kontinuierliche Umzüge von Kindern und Jugendlichen aus der Stammeinrichtung in Außenwohngruppen und zusätzlicher Ausbau weiterer dezentraler Wohnangebote.

2001 – 2006

2001 – 2006

Beginn der Arbeit mit Erziehungsstellen und neue Festlegung der Gruppenstärke auf sechs bis neun junge Menschen. Kooperation „über Dach’t“ im Bereich ambulanter Hilfen mit dem SKM. In der Folge weitere Kooperationen in der Stadt und im Landkreis Osnabrück mit anderen freien Trägern der Jugendhilfe. Errichtung eines neuen Hauses auf dem Stammgelände für die Inobhutnahme.

2009 – 2014

2009 – 2014

Sozialraumteilung und Errichtung von Büros im ambulanten Bereich. Umzug der Gruppe Willibald nach Bersenbrück. Neubau der Gruppe Jona. Schließung der Wohngruppen Johannes und Anna.

2015 – 2016

2015 – 2016

Errichtung von zwei Clearinggruppen für Unbegleitete Minderjährige Ausländer (UMA), Wohngemeinschaften für UMA. Schließung einer Wohngruppe. Umzug Wohngruppe Theresia nach Wallenhorst. Ambulante und stationäre Betreuung von 60 UMA. Umzug der Jugendwohngruppe Blumenmorgen an die Bramscher Straße.

2017

100-jähriges Jubiläum der Einrichtung: 340 betreute Kinder, Jugendliche und Familien durch 255 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.